„Accepting disabled youth“

23.05.2013 CJD BBW Niederrhein « zur Übersicht

Lebenslanges Lernen für behinderte Jugendliche im europäischen Vergleich

Wie werden (lern- und geistig-) behinderte Jugendliche in den unterschiedlichsten europäischen Ländern akzeptiert, integriert und gefördert?

Mit diesem Arbeitsschwerpunkt trafen sich - ermöglicht durch die Kultusministerkonferenz und die Nationale Agentur für EU-Programme - im April in Litauen Fach- und Führungskräfte der beruflichen Bildung aus 7 Ländern zu einem mehrtägigen Erfahrungsaustausch über die europäischen Berufsbildungssysteme.

„Wenn Träger nicht als Macher sondern als Chancengeber gegenüber Jugendlichen, Gesellschaft und Betrieben auftreten, ist eine entscheidende Voraussetzung zur Akzeptanz bereits geschaffen“, so fassten es die Teilnehmenden am Ende zusammen.

Eine Auswahl an good-practice-Beispielen zeigte länderspezifische

Angebote für behinderte Jugendliche auf, die den dauerhaften Übergang in den beruflichen Alltag ermöglichen und erleichtern sollen.

Institutionsbesuche und Diskussionsrunden der Experten vor Ort

 

rundeten das intensive Austauschprogramm ab. Trotz kultureller und historischer Verschiedenheiten wurde der gemeinsame europäische Gedanke deutlich, dass sich gesellschaftliche Integration und die Teilhabe an der Arbeitswelt gegenseitig bedingen.

Bodo Kalbfleisch, Bereichsleiter im CJD-Niederrhein erläuterte in Grundsatzreferaten die Haltung: „No one should be lost – keiner darf verloren gehen“.

Diese Auffassung ist unabhängig von nationalen und regionalen Strukturen ein wesentliches Merkmal integrativen Handelns. Sie wurde von allen Teilnehmenden als Voraussetzung aller Förderungen, Entwicklungsansätze, sowie der notwendigen Integration angesehen.

Eines der prägnantesten Ergebnisse dieses Studienbesuches brachte die bulgarische Bildungsexpertin auf einen zusammenfassenden Punkt: „We all have so much to learn - from each other!“