Neuer CJD Vorstand besuchte Standort in Moers

05.03.2014 CJD BBW Niederrhein « zur Übersicht

Moers. Matthias Dargel ist seit Januar als Vorstand des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e. V. (CJD – die Chancengeber) tätig. Aktuell reist der 48-Jährige Pfarrer und Diplom-Ökonom quer durch Deutschland und besucht die zahlreichen Standorte des gemeinnützigen Vereins. Das CJD ist mit über 150 Standorten eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland.

 

Am vergangen Freitag, 28.02.2014 besuchte Dargel das CJD Niederrhein in Moers/Utfort. Nach einem Rundgang durch die Ausbildungswerkstätten, dem Dienstleistungszentrum und dem Wohnbereich zog der neue Vorstand eine kurze Bilanz: „Das CJD in Moers ist auf dem richtigen Weg! Wir haben hier ein einmaliges Angebot von Gesundheitsberufen“, lobte Dargel. Und ergänzt: „Die Angebote im sozialpsychiatrischen Bereich sollten weiter ausgebaut werden“.

 

 

Pfarrer Matthias Dargel (rechts) bekommt die Pestalozzistraße gezeigt. 13 Wohnhäuser reihen sich hier aneinander, wovon zurzeit 11 von Hauseltern und Auszubildenden bewohnt werden Die Auszubildenden des CJD Berufsbildungswerkes Niederrhein zeigen dem neuen Vorstand ihr Können

Zusammen mit Hans Wolf von Schleinitz bildet Dargel den zweiköpfigen Vorstand des CJD, der in gemeinsamer Verantwortung die Geschäfte führt.

 

Matthias Dargel ist 1965 in Bielefeld geboren. Er studierte Evangelische

Theologie sowie Wirtschaftswissenschaften, 1996 erfolgte die Ordination zum Pfarrer. Nach Stationen bei der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lischke Consulting GmbH in Hamburg hat Matthias Dargel bereits zwei diakonische Organisationen als Vorstand geleitet: die Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf sowie die Theodor Fliedner Stiftung in Mülheim an der Ruhr.

 

„In meiner bisherigen beruflichen Praxis hatte ich bereits viel mit Bildungsarbeit zu tun, sowohl mit Erwachsenenbildung als auch mit beruflicher Bildung. Außerdem bin ich im CVJM groß geworden und identifiziere mich sehr mit seinen Anliegen und Zielen. Das alles finde ich im CJD wieder“, erklärt Dargel. Die Verbindung zwischen Theologie und Ökonomie beschreibt er als eine „produktive Spannung“. „Das ist auch ein wichtiges Thema für das CJD: Wie erreichen wir die Verständigung unserer pädagogischen Ziele mit der Ökonomie, wie bringen wir das auf eine gemeinsame Sprachebene?“

 

  (vl.n.r.) Verbundleiter Andreas Holzem, Jugenddorfleiter Jürgen Macht, Vorstand Matthias Dargel und BBW-Leiterin Simone Schroeter vor dem CJD Niederrhein

Im Sozial- und Bildungsbereich sei gerade vieles in Bewegung. „Die Schlagworte dazu heißen Ökonomisierung einerseits sowie Inklusion und Ambulantisierung andererseits.“ Dafür angemessene Formen des Angebots zu finden, ist laut Dargel eine der großen Herausforderungen für das CJD in den kommenden Jahren. Wobei er positiv in die Zukunft schaut: „Das CJD war immer nah an den Menschen und darum besonders innovativ; das wird sicher auch künftig so bleiben.“

 

Das CJD ist eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Zu seinen Angeboten gehören die Behindertenförderung, Berufliche Bildung, das Europareferat, die Fort- und Weiterbildung, Kinder- und Jugendhilfe, Integration/Migration, die Rehabilitation, die Schulische Bildung und Förderung sowie die Senioren- und Altenhilfe.

 

Informationen über das CJD Niederrhein erhalten Interessierte im Internet unter www.facebook.com/cjd.bbw.niederrhein. Information:

Das CJD Berufsbildungswerk Niederrhein als eine Einrichtung des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands e.V. versteht sich als ein von der christlichen Botschaft geprägtes Jugenddorf, das auf der Grundlage des christlichen Gottes- und Menschenbildes die ganzheitliche Förderung von jungen Menschen mit Behinderungen in der beruflichen Vorförderung und in der Ausbildung als oberstes Anliegen verfolgt.

Im CJD Berufsbildungswerk Niederrhein werden derzeit über 160 lernbehinderte Jugendliche im Rahmen einer beruflichen und sozialen Rehabilitation in 28 anerkannten Berufen ausgebildet. Während ihrer Rehabilitation besuchen sie das Berufskolleg im Berufsbildungswerk und werden sozial- und freizeitpädagogisch begleitet. Die Jugendlichen wohnen teilweise bei Hauseltern oder im Internat. Das Hauselternmodell in Moers auf der Pestalozzistraße ist einzigartig in der BBW -Landschaft. Das Ziel lautet, mit der bestandenen Abschlussprüfung vor den zuständigen Kammern, den Sprung in ein eigenverantwortlich gestaltetes Leben zu schaffen. Aufgrund der intensiven und individuellen Förderung der Auszubildenden in den Werkstätten, im Berufskolleg und im Wohn- und Freizeitbereich bestanden Ende des letzten Ausbildungsjahres über 92% von ihnen die Abschlussprüfung vor der Industrie und Handelskammer, Handwerkskammer und Landwirtschaftskammer.