Rücksicht nehmen und Kräfte bündeln

20.04.2017 CJD Dortmund « zur Übersicht

Erlebnispädagogische Aufgabe: Jugendliche des CJD Dortmund paddeln bis zur Nordsee

Am Freitagvormittag sind sechs Jugendliche und ein Mitarbeiter der Jugendhilfe im Christlichen Jugenddorfwerk (CJD) Dortmund zu einer großen Kanutour aufgebrochen. In einem so genannten Wikingerboot werden sie innerhalb von 14 Tagen rund 350 Kilometer zurücklegen und über Kanäle und Flüsse vom Dortmunder Hafen bis an die Nordsee paddeln. Über Münster, Rheine und Meppen geht es nach Pogum am Dollart.

Die Crew besteht aus Jugendlichen, die in den Wohngruppen der Jugendhilfe des CJD in Oespel und Kley leben und im Rahmen einer Projektorientierung auf die Fortsetzung der Schullaufbahn oder die Aufnahme einer Berufsausbildung vorbereitet werden.

„Bei dem Projekt handelt es sich um eine klassische erlebnispädagogische Gruppenaufgabe, die die Sozialkompetenz der Jugendlichen fördern und ihr Selbstwertgefühl steigern soll“, erklärt Ulrich Gramm, Sozialpädagoge beim CJD und Organisator der Tour, den Hintergrund des Projekts.

Diese erlebnispädagogischen Angebote sind Teil des Bereichs der Persönlichkeitsbildung, einem Markenkern des CJD, wie Gerd Diesel,Gesamtleiter des Verbundes NRW Nord, berichtet. „Die Angebote im CJD gehen über die reine Wissensvermittlung hinaus. Die Entwicklung einer starken Persönlichkeit steht für uns im Mittelpunkt. Eine solche Bootstour ist als längeres Sozialtraining ein wichtiger Baustein“, so Diesel weiter.

Teamwork ist gefragt

Da die Reise eine echte Mammutaufgabe darstellt, müssen alle Kräfte gebündelt werden. Jeder Teilnehmer hat im Boot eine bestimmte Aufgabe, die er erfüllen muss, damit das Ziel erreicht werden kann. Neben einem gut funktionierenden Teamwork wird es auch darauf ankommen, auf die Mitreisenden zu achten. Die Jugendlichen im Alter von 16 bis 18 Jahren werden den Tag über auf engstem Raum zusammenleben, da ist es unerlässlich, dass man gegenseitige Rücksicht  übt.

Zur Vorbereitung der Tour hatte Ulrich Gramm im Herbst letzten Jahres ein Kanu-Camp veranstaltet und die Jugendlichen in die grundlegenden Techniken des Paddelns eingewiesen. Für Ulrich Gramm, seit 14 Jahren Mitarbeiter des CJD, sind derlei Abenteuer nicht neu. Vor einigen Jahren ist er mit Jugendlichen bis nach Marseilles gereist – auf dem Fahrrad.

Neben der Bootsbesatzung ist auch noch Begleitpersonal an der Durchführung der Tour beteiligt. In einem Bulli wird FSJlerin Mirjam Reinert, die Tour an Land verfolgen und die Verpflegung der Jugendlichen sicherstellen. Unterstützt wird sie bei dieser Aufgabe jeweils eine Woche lang von drei hauptamtlichen Mitarbeitern des CJD.

Die Teilnehmer:

Gabriel Glomb, Pascal Döll, Mirko Fischer, Jan Klein, Justin Korsten, Kevin Kapitza und Ulrich Gramm