Schirmherrin Carina Gödecke eröffnete das 3. Parlamentarische CJD-Frühstück in Düsseldorf

11.07.2013 CJD Zehnthof Essen « zur Übersicht

Essen/Düsseldorf. „Es ist eine tolle Tradition, dass uns das CJD nun schon zum dritten Mal zu einem Frühstück hier im Landtag einlädt“, bedankt sich NRW Landtagspräsidentin Carina Gödecke in ihrer Begrüßungsrede beim Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD).

 

 

Sie hoffe auf noch viele solcher Frühstücke bis sie alle CJD´s kennen gelernt habe. Bei dem Frühstück möchten die Vertreter des CJD mit den geladenen Abgeordneten aus NRW über ihr Verständnis, Chancen zu geben, ins Gespräch kommen – denn die Politiker sind es, die über die entsprechenden Rahmenbedingungen und Finanzmittel entscheiden.

„Wir fördern Neugierde.

Wir eröffnen Wege.

Wir achten Freiheit.

Wir gestalten Gemeinschaft“.

 

Dies seien die vier Leitgedanken, die das Bildungsverständnis des CJD seit 66 Jahren lebe und ausdrücke, indem es sich als Chancengeber an Benachteiligte, an Familien und allein Erziehende wende, die auf staatliche Hilfen angewiesen sind. „Zum Chancen geben gehört auch, dass wir früh erkennen, dass wir Chancen geben müssen“, erklärte Gödecke.

 

Das CJD gebe Chancen und helfe Menschen in vielfältigen Aufgabenfeldern von der Förderung von Schülern, Auszubildenden, Migranten bis zu geistig Behinderten oder straffällig gewordenen Jugendlichen.

Frank Paratsch, CJD Direktor der Region West, bedankte sich bei Carina Gödecke für die tolle Darstellung des CJD bei der Begrüßung zum dritten „Parlamentarischen Frühstück“.

Die Geschichte von Jona und dem Walfisch finde seinen Nachklang im CJD, denn viele brauchen Hilfen. Bei einem sich stetig und schnell verändernden Leben seien viele froh, wenn der Walfisch kommt und sie rettet. Dafür müsse aber ein gutes Umfeld geschaffen werden, damit z.B. gerne Kinder in die Welt gesetzt werden z.B. durch frühe Beratung, wie im CJD Essen oder Herten. Kinder seien oft eine Überforderung in finanzieller aber auch emotionaler Hinsicht. „Früher gab es Hilfen durch die Familie, die gibt es nicht mehr. Daher bieten wir die „Frühen Hilfen“ im CJD seit einigen Jahren an“, erklärt Frank Paratsch. „Das CJD hat Fachleute für frühe Hilfen. Das CJD hat Kümmerer, lassen Sie sich von ihnen beraten“, rät Paratsch den Abgeordneten.

 

Bernd Neuendorf, Staatssekretär im NRW-Familienministerium, war Hauptredner der diesjährigen Veranstaltung. Er bekräftigte den Willen der Landesregierung NRW, verstärkt in vorbeugende Hilfen zu investieren. „Einiges konnte erreicht werden, so dass das Netzwerk „Frühe Hilfen“ auf den Weg gebracht werden konnte. 51 Mio Euro konnte den Jugendämtern in NRW zur Verfügung gestellt werden“, betonte Neuendorf. Er bedankte sich beim CJD für sein außerordentliches Engagement, das jährlich 155 000 Menschen Chancen gebe. Er habe einen guten Einblick in die Arbeit des CJD, da seine Frau an der CJD Christophorusschule in Königswinter als Lehrerin arbeite. „Die Arbeit des CJD ist wichtig, da viele junge Menschen ausgegrenzt werden, da ist es besonders wichtig Talente zu fördern“, betonte Staatssekretär Neuendorf.

 

 

Schwerpunkt der Landesregierung NRW sei es, Mittel aus EU Geldern für präventive Hilfen zu verwenden. Viele Landesprojekte in NRW seien in Richtung Vorbeugung unterwegs. „Wir wollen soziale Vorbeugung in den Kommunen stärken und Familie, Schule und Ausbildung in den Blick nehmen“, bekräftigt Neuendorf. Er weist auf den Modellversuch der Kommune in Warendorf hin, wo alle zusammen kommen, um im Sinne des Kindes die beste Entwicklung anzubieten.

 

Bis 2015 werden in NRW für den Auf- und Ausbau des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ 36 Mio Euro investiert und im Familienministerium werde etabliert, Jugendämter und Einrichtungen zu begleiten und mit zu entwickeln.

„Es bedarf auch der Haltung einer Willkommenskultur. Kinder sind gewollt. Eine Zusammenarbeit aller auf Landes- und Bundesebene für einen nachhaltigen Kinderschutz ist notwendig“, bekräftigte Bernd Neuendorf.

 

Bei dem anschließenden Frühstück wurden weitere Kontakte zwischen CJD und Abgeordneten geknüpft, über Chancen und Möglichkeiten von „Frühen Hilfen“ sowie über Optimierung und Intensivierung der Zusammenarbeit nachgedacht und Termine für weitere Besuche der Abgeordneten in den CJD Einrichtungen sowie von CJD Teilnehmenden und Mitarbeitenden im Landtag vereinbart.

 

Für einen professionellen Rahmen sorgten junge Auszubildende und Schüler des CJD. Daniel Jona Rentel und Michael Remling, Schüler aus dem Orchester der CJD Christophorusschule Versmold, sorgten gekonnt für die musikalische Unterhaltung mit Stücken von Jacques F. Mazas, während Auszubildende des CJD Olpe alle Besucher des 3. Parlamentarischen Frühstücks bewirteten. ‚Wir fördern Neugierde. Wir eröffnen Wege. Wir achten Freiheit. Wir gestalten Gemeinschaft“.

So heißen die vier Leitgedanken des CJD Bildungsverständnisses. Mit diesem Bildungsverständnis hat das CJD in Worte gefasst, was es seit mehr als 65 Jahren in seiner täglichen Arbeit leistet, zum Beispiel: Jungen Müttern und Alleinerziehenden eine Startchance geben – niemand wird allein gelassen!

Seit 2005 werden im Angebot des Sozialen Frühwarnsystems ‚Sicherer Start – Chancen geben’ im CJD Familien in ‚belastenden Lebenslagen’ unterstützt. Das Angebot wird von 18-25 Jährigen und von Alleinerziehenden ohne familiären Rückhalt (teilweise mit Migrationshintergrund) und jungen Familien in Anspruch genommen. Inhaltlich geht es um die Stärkung von Versorgungs- und Erziehungskompetenz und dem Zurechtfinden in einer neuen Umgebung. Ein wichtiger Bestand dabei ist im CJD auch die Qualifizierung der eingesetzten Hebammen und Kinderkrankenschwestern. Ob junge Mütter oder Alleinerziehende – präventive Hilfen verhindern die Weitergabe prekärer Lebensverhältnisse an die nächste Generation. Ob ‚Frühe Hilfen’, flexible Tagesbetreuung, Ausbildung und Schule oder ‚Hilfen zur Erziehung’- gerade minderjährige Mütter und die in Jugendhilfemaßnahmen stark vertretenen Alleinerziehenden, die bis zu 84 von Hundert je nach HzE-Leistungsart Transferleistungen beziehen, stellen Träger vor die Herausforderung, sinnvoll verzahnte sozialräumlich orientierte Hilfsangebote zu entwickeln.

Das CJD ist davon überzeugt, dass jeder Mensch von Gott zu einem gelingenden Leben bestimmt ist. Zu diesem gelingendem Leben verhilft das CJD den ihm Anvertrauten mit seinen Angeboten.

 

Das CJD bietet jährlich 155.000 jungen und erwachsenen Menschen Orientierung und Zukunftschancen. Sie werden von 9.500 hauptamtlichen und vielen ehrenamtlichen Mitarbeitendenan über 150 Standorten gefördert, begleitet und ausgebildet. Grundlage ist das christliche Menschenbild mit der Vision "Keiner darf verloren gehen!"

 

von Birgit Niclas aus dem CJD Frechen