Wir fördern junge Menschen und Familien in ihrer Entwicklung

Kinder-, Jugend- und Familienhilfe im CJD NRW Nord

Der Verbund NRW Nord besteht aus einem Zusammenschluss verschiedener Standorte im nördlichen Teil Nordrhein-Westfalens (derzeit: Dortmund, Herten, Moers, Essen und Wesel), er ist Teil des bundesweiten Netzwerks von Jugendhilfe und bringt dabei Prinzipien der Christlichen Jugenddörfer ein, die seit ihrem Bestehen das CJD - Selbstverständnis aus-machen: Neben der Vermittlung der vier persönlichkeitsbildenden Kernkompetenzen

  • Religionspädagogik
  • Sport- und Gesundheitspädagogik
  • Musische Bildung
  • Politische Bildung

zählt hierzu der Grundsatz der Partizipation und Wertschätzung der Jugendlichen. Die Jugendhilfeangebote des Verbundes ergänzen sich in vielfältiger Weise und erlauben es, ErziehungshilfeteilnehmerInnen durchgängig zu betreuen.

Die Erziehungshilfeangebote des Verbundes NRW Nord können auf die im CJD e.V. entwickelten Qualitätsstandards zur Beteiligung und zu den Möglichkeiten der Beschwerde der Kinder und Jugendlichen in persönlichen Angelegenheiten zugreifen (s. Broschüre „Keine Chance! – Gewalt und Missbrauch in Einrichtungen des Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands e.V. (CJD) Grundsätze, Handreichungen und Verhaltensregeln für Mitarbeitende“). Diese hohen Qualitätsanforderungen im CJD erlangen vor dem Hintergrund des Bundeskinderschutzgesetzes eine aktuelle Bedeutung.

Die Idee / Philosophie

Das Arbeitsfeld der Jugendhilfe sowohl im stationären als auch im ambulanten Kontext ist ebenso komplex wie anspruchsvoll. Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Jugendlichen genau wie dem Bedarf des Sozialraums gerecht werden zu können, ist es nötig die vorhandenen Kräfte zu bündeln, um möglichst passgenaue Angebote zu entwickeln, bzw. die vorhandenen Ressourcen erfolgreich zu nutzen.  

Durch die im CJD durchgeführte Strukturveränderung ist eine standortübergreifende enge Zusammenarbeit ermöglicht worden. So entstand die Möglichkeit die Angebote miteinander zu vergleichen, um sie zum einen aus qualitativer Sicht zu verbessern und hinsichtlich der Bedarfe, die sich aus der Anfragesituation an den Standorten ergeben, zu spezifizieren. Insgesamt kann der Verbund eine langjährige Jugendhilfetradition vorweisen, die ersten Schritte im Bereich des stationären Wohnens liegen bereits mehr als 30 Jahre zurück, von diesem gewachsenen Angebot, können alle Standorte profitieren.

Grundsätzlich entspricht es der Philosophie des Verbunds für jeden Jugendlichen das passende Angebot zu entwickeln, um ihn individualpädagogisch fördern zu können und ihn gleichzeitig in einer sozialen Gemeinschaft zu integrieren. Dieses entspricht zum einen dem CJD-Leitsatz: „Keiner darf verloren gehen“ – womit gemeint ist, dass jeder Mensch die Chance verdient gefördert und unterstützt zu werden – und führt zum anderen dazu, dass ein sehr hohes und wertvolles Ziel Grundlage der geleisteten Arbeit ist. Dieses Ziel besteht darin möglichst jeden Jugendlichen zu befähigen ein mündiges, selbstbestimmtes und möglichst unabhängiges Leben zu führen, wenn er den Bereich der Jugendhilfe verlässt.   

Pädagogik im Alltag

Das Miteinander in der stationären Jugendhilfe stellt sowohl für MitarbeiterInnen als auch für die BewohnerInnen eine Herausforderung dar. Schöne und positive Erlebnisse werden ebenso miteinander geteilt, wie Stress, Ärger und negative Erfahrungen. Folglich gehört es zur pädagogischen Arbeit in den Wohngruppen mit Krisen umgehen zu können, indem man sie einerseits aushalten kann und indem man andererseits über Methoden verfügt ihnen zu begegnen.

Durch präventive Angebote / konzeptionelles Arbeiten sollen Krisen (und im schlechtesten Fall daraus resultierende Abbrüche) vermieden werden. Hierzu gehören folgende Strategien:

  • Pädagogischen Arbeit im Bezugsbetreuersystem
  • Herbeiführung von „1:1-Situationen“
  • Spezifische Weiterbildung des Personals (z.B. Traumapädagogik, Systemische Beratung, Verhalten in aggressiven Sitautionen etc.)
  • Verbindlichkeiten schaffen (Gruppenabende / Teilnahme an AGs / erlebnispädago-gische Angebote / Freizeiten / Tagesstruktur / Gestaltung sowie Planung der freien Zeit)
  • Regelmäßiger Austausch aller Beteiligten am Hilfeprozess
  • Elternarbeit
  • Vernetzung mit örtlichen Kliniken / Therapeuten / Beratungsstellen
  • Die Möglichkeit der Erweiterung des pädagogischen Angebots à z. B. in Form des Angebots von Fachleistungsstunden (FLS) als zusätzlich buchbarer Leistung
  • Die Vermittlung an einen anderen Standort im Verbund

Qualitätssicherung

Der Verbund  ist gemäß Din EN ISO 9001 zertifiziert, die Jugendhilfe des Verbundes CJD NRW Nord ist ein Teil des Zertifizierungsprozess.

Zur Erhaltung und Weiterentwicklung der qualitativen Standards innerhalb an den Standorten werden unter Anderem außerdem folgende Maßnahmen unternommen:

  • Regelmäßige Teamsitzungen und Fachgespräche
  • Durchführung von Supervision
  • Durchführung kollegialer Fallberatungen
  • Fortbildungsangebote für alle Mitarbeitenden
  • Verschriftlichung von Ziel- und Hilfeplanung
  • Regelmäßige Überprüfung der Leistungsbeschreibungen und Konzepte
  • Beteiligung der Teilnehmer am Entwicklungsprozess

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